EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Ahrbrück von der Straßenseite aus gesehen Bahnstation Ahrbrück Bahnstation Ahrbrück

Bau und Streckeneröffnung

1882 wurde der Streckenverlauf für eine Verlängerung der „Ahrtalbahn“ als Sekundärbahn von Ahrweiler nach Adenau festgelegt. Am 5. April 1884 begannen die Bauarbeiten. Der letzte 17,13 Kilometer lange Bauabschnitt von Ahrbrück nach Adenau wurde am 15. Juli 1888 dem Verkehr übergeben. Da vom Bahnhof Brück (Ahr) (frühere Bezeichnung) keine genauen Daten vorliegen, könnte der Zeitpunkt der Eröffnung 1888 oder im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Ahrtalbahn erst 1912 gewesen sein. Hier hilft nur die Betrachtung der Architektur der nachfolgenden Bahnhöfe. Während der Bahnhof Adenau zur Architektur der „Ahrtalbahn“ passt, ist es bei Ahrbrück eher möglich, dass er noch vor dem Ersten Weltkrieg gebaut oder grundlegend verändert wurde. Dafür sprechen auch die kleinen Treppenhausfenster in der Fassade. Auch der Bahnhof Kreuzberg von 1912, der vor Ahrbrück liegt, passt viel besser zum Baustil.

Das Empfangsgebäude Ahrbrück

Das zweistöckige Stationsgebäude mit einem villenartigen Charakter auf rechteckigem Grundriss hatte auf der Ortseite einen markanten Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) mit Krüppelwalmdach, während das Obergeschoss ein Walmdach besaß. Die untere Hälfte des Erdgeschosses war mit Bruchstein verblendet worden. Die Eingangstür hatte einen Tuffsteinrahmen. Hier gab es Wartesäle für alle vier Klassen, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie einen Stellwerksraum. Im Obergeschoss war die Dienstwohnung des Bahnhofvorstehers. Im Osten entstand ein einstöckiger Güterschuppenanbau mit Seiten- und Kopframpe. Er war durch ein Abstellgleis erreichbar. Im Westen gab es einen einfachen Schuppen und ein kleineres Toilettenhäuschen. Erst viel später wurde am westlichen Hausgiebel ein eingeschossiger Anbau mit Walmdach errichtet und das Stellwerk auf den Hausbahnsteig in einen eigenen Vorbau verlegt. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

Am 2. Juni 1985 wurde der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt Remagen - Kreuzberg (Ahr) beschränkt. 1989 kaufte die Gemeinde Ahrbrück das Stationsgebäude und sanierte es bis Ende 1990. Der Güterverkehr wurde am 31. Mai 1996 eingestellt und der Bahnhof Ahrbrück als Haltepunkt wieder reaktiviert. Die Station ist heute die Endhaltestelle der Ahrtalbahn. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude dient heute als Gemeindehaus und steht unter Denkmalschutz.
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Bilder Brück (Ahr)
Luftaufnahme
Ahrtalbahn Remagen Ahrbrück Planung und Konzession