EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Mayschoß von der Gleisseite aus gesehen Bahnstation Mayschoß Bahnstation Mayschoß

Bau und Streckeneröffnung

Die Eröffnung des zweiten 12,34 Kilometer langen Bauabschnitts von Ahrweiler nach Altenahr war am 1. Dezember 1886.

Das Empfangsgebäude Mayschoß

Das Stationsgebäude war ein traufenständiger, zweistöckiger Bau, der im Erdgeschoss aus Bruchstein errichtet wurde. Das Obergeschoss war mit auskragendem oberem Stockwerk aufgesetzt (Vorspringen oder Hinausragen eines Bauteils über die Bauflucht) aus Fachwerk gebaut worden. Das Gebäude besaß ein spitzes Krüppelwalmdach mit Schnitzwerk an den Giebeln. Auch hier orientierte sich der Architekt am Schweitzer-Baustil. Am östlichen Giebel gab es einen Güterschuppenanbau aus Fachwerk. Westlich des Stationsgebäudes waren zwei separate, traufenständige, einstöckige Bauten entstanden. Das Bahnhofsgebäude ähnelt denen von Dernau und Altenahr. Der Bahnhof verfügte über ein Ausweichgleis, das am Hausbahnsteig entlang verlief, das über Weichen von den zwei Durchgangsgleisen erreichbar war. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

1977 wurde der Bahnhof zum Haltepunkt zurückgestuft. Gegen Ende der 1990er-Jahre verkaufte die Bahn das Stationsgebäude an einen Gastronomiebetrieb, der das Gebäude sanierte und 1998 eine Gaststätte eröffnete. Im Jahr 2000 wurde das Ausweichgleis zurückgebaut.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude bauten die Inhaber erheblich um. So entstand auf der Bahnsteigseite ein großer, einstöckiger Anbau, der wesentlich aus der Gebäudeflucht herausragt. Der Güterschuppen ist als solcher nicht mehr erkennbar, passt aber im Stil zum Stationsgebäude, das im Wesentlichen erhalten geblieben ist.
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Bilder Mayschoß
Bahnhof 1900
Luftaufnahme
Bahnhof 1900 Ahrtalbahn Remagen Ahrbrück Planung und Konzession